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Nelli Martin, Zeitung "Kontakt" Nr. 7/203 (22.03.-04.04.2003)

Das erste Interview

Nelli Martin

Der erfolgreich arbeitende Klub IMPULS wurde im September des vergangenen Jahres eröffnet.Mittlerweile sind hier bereits mehrere Arbeitsgemeinschaften tätig, es gibt eine AG für Kulinarie, eine für Technik, ja sogar eine für junge Journalisten unter der Leitung von Anna Zajac. Im Klub der Journalisten kann man vieles lernen, die Mitglieder können sich sogar in der Rolle eines Interviewers erproben. Genau das tat auch Nelli Martin (18), indem sie die noch jüngere IMPULS-Besucherin Irina Christoforidu (17) vor das Mikro bat. Daraus ergab sich folgendes Gespräch:
Nelli: Wie lange bist du schon in Deutschland?
Irina: Über ein Jahr.
N.: Was wusstest du über Deutschland, bevor du hierher kamst?
I.: Nun, dass es die Mauer gab, dann noch den Krieg, Hitler...Und dass man hier gut leben kann.
N.: Und was gefällt dir in Deutschland nicht?
I.: Dass die Menschen anders miteinander umgehen...sie sind so kalt...
N.: Welche Probleme sind für Jugendliche besonders aktuell?
I.: Hier-die Drogen. Dotr ist besonders die Liebe ein großes Problem.
N.: Und wohin flüchtest du, wenn du es schwer hast, was machst du, um deine Stimmung zu verbessern?
I.: Ich treffe mich mit meinen Freunden, spiele Basketball oder höre Musik.
N.: Welche Hobbys hast du sonst noch?
I.: Ich tanze gern und werde bei einem Turnier mitmachen. Und dann werde ich noch nach München fahren, um dort zu singen...
N.: Was meinst du, ist es hier üblich, sich über seine Probleme und Mißerfolge zu beschweren? Machen das deine Freunde?
I.: Es kommt schon vor, wenn sie mit dem linken Fuß aufstehen... Aber ich selbst beschwere mich selten. Mit meinen Problemen gehe ich zu meinen Eltern.
N.: Und was würdest du denjenigen raten, die im Begriff sind, nach Deutschland zu ziehen?
I.: Dass sie unseren Klub besuchen, denn hier sind wir alle Freunde, für sie wäre es interessant, uns kennen zu lernen. Ich wusste ja früher auch nicht, dass es diesen Klub gibt. Ein Jahr lang habe ich nur zu Hause gesessen, ich wusste nicht, was ich mit mir anfangen soll, wohin ich gehen soll, ich wäre beinahe verrückt geworden.
N.: Und was würdest du an der Arbeit des Klubs ändern, was könnte man noch besser machen?
I.: Ich würde nichts ändern, es gefällt mir alles so, wie es ist.
N.: Danke, Ira, für das Interview, viel Erfolg für die Zukunft!
I.: Danke, gleichfalls.

Anschrift des Jugendklubs:

Hohenstaufenstraße 7
10781 Berlin
Tel. (030)23 636 483